Frank Potthast
 

Funkrufzeichen

Ob und mit welchen Beteiligten des unbemannten Flugbetriebs gefunkt wird, ist im Kommunikationsplan sowie in den Dienstanweisungen/Flugordnungen für den jeweiligen Zuständigkeitsbereich geregelt.

Kommunikationswege stehen, abgesehen vom Melder und Sichtzeichen, im Einsatzstellenfunk im 2-Meter-Band, Betriebsfunk und im Digitalfunk, zur Verfügung. Welches Funkrufzeichen oder welche OPTA-Adresse Anwendung findet, ist in den Landeszusätzen zu den Funkrichtlinien föderal geregelt. Grundsätzlich ist aber festzustellen, dass die Adressen die „bundesweite Identifikation der Teilnehmer nach Bundesland/Bund, Organisation und Kreis oder kreisfreier Stadt“ erlauben.

Ein Bestandteil für eine Alarmierung und auch Zuordnung ist die OPTA. Die Richtlinie des Bundes für die operativ-taktische Adresse und deren Anlage 1 gibt die Belegung der Stellen 1 - 8 und die Gliederung in Blöcke bundesweit für alle BOS verbindlich vor. Siehe auch die Webseite des IdF-NRW. Die OPTA gliedert sich für die nichtpolizeilichen BOS in folgende Segmente:

Der einfachste Weg für eine Integration der UAV-Einheiten in die OPTA ist, sich an den bereits bestehenden Strukturen zu orientieren. Also anhand der jeweils geltenden landessspezifischen Anleitung zur Umsetzung der OPTA-Richtlinie für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben im Bereich der allgemeinen Gefahrenabwehr.

Bsp:

1-KDOW-1    Leitung Fw

1-KDOW-2    MTF - Kommandowagen Musterdorf

1-KDOW-3    MTF - Kommandowagen Musterstadt

…..

1-KDOW-8    UAV-Trupp

Anmerkung/Hinweis: Es macht keinen Sinn einen neuen OPTA-Schlüssel außerhalb der bereits bestehenden OPTA zu kreieren.

Eine Besonderheit stellt in der Kommunikation im unbemannten Flugbetrieb der Flugfunk dar. Unabhängig von den rechtlichen Voraussetzungen, wie der eines Sprechfunkzeugnisses (AZF/BZF 1/BZF 2), sind die unter bestimmten Umständen zu nutzenden Sprechgruppen und Funkrufzeichen (NfL 1-1694-19). Im Teil 12. "BETRIEB VON UNBEMANNTEN LUFTFAHRTSYSTEMEN AUF UND IN DER DIREKTEN NÄHE VON KONTROLLIERTEN FLUGPLÄTZEN" sind feste Sprechgruppen festgelegt.

Der Funkrufname des UAS (beispielsweise Ort, Firma, Organisation oder Missionsname) wird im Zuge der schriftlichen Beantragung der Vorabfreigabe zwischen Platzkontrolle und Fernpilot festgelegt. Er setzt sich zusammen aus beispielsweise Ort, Firma, Organisation oder Missionsname und der Abkürzung UAS. So könnte die Drohne der Feuerwehreinsatzleitung Musterdorf das Funkrufzeichen "RESCUE MUSTERDORF UAS" als RUFZEICHEN EINER BODENFUNKSTELLE zugewiesen bekommen. 

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